Eine Mutter auf einer Gewindestange besitzt immer ein gewisses Spiel, um Leichtgängigkeit zu gewährleisten. Auch eine Trapezgewindemutter auf einer Spindel weist Spiel auf, daß z.B. in DIN 103 festgelegt ist. Dieses Spiel fällt nur bei einem Lastrichtungswechsel auf. Bei einem Richtungswechsel einer Linearachse tritt es in Form von Umkehrspiel auf.
Das Umkehrspiel wird meistens softwareseitig durch das CNC-Programm herausgerechnet. Wenn dieses nicht gewünscht wird, müssen vorgespannte Muttern verwendet werden. Dazu können zwei Trapezgewindemuttern gegeneinander verspannt werden. Der Nachteil liegt in einem höheren Verschleiß, sowohl von Mutter als auch Spindel, sowie einer höheren Reibung und damit höheren Bedienkräften.
Wenn wenig Spiel, hohe Verfahrgeschwindigkeiten und gleichzeitig geringe Antriebskräfte erforderlcih sind, bleibt nur die Möglichkeit, statt Trapezgewindemuttern Kugelumlaufmuttern und Kugelumlaufspindeln einzusetzen.